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Glasfaser Schweiz 2026: Was Swisscoms Q1-Zahlen für dein Zuhause bedeuten
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Glasfaser Schweiz 2026: Was Swisscoms Q1-Zahlen für dein Zuhause bedeuten

Veröffentlicht: 15. Mai 2026
zufriedenmit.ch Redaktion

Glasfaser Schweiz 2026: Was Swisscoms Q1-Zahlen für dein Zuhause bedeuten

Swisscom hat am 7. Mai 2026 seine Quartalszahlen veröffentlicht. Zwei Kennzahlen stechen heraus: 56% Glasfaserabdeckung und 89% 5G+-Abdeckung in der Schweiz. Klingt nach Fortschritt – aber was heisst das konkret für dich als Haushalt? Wir übersetzen die Zahlen in praktische Konsequenzen.

Was bedeuten 56% Glasfaserabdeckung?

Mehr als jeder zweite Schweizer Haushalt kann heute theoretisch einen Glasfaseranschluss bestellen. Swisscom baut dabei primär auf FTTH (Fibre to the Home), also Glasfaser direkt bis in die Wohnung – nicht nur bis zum Verteilerkasten.

Das klingt nach viel, hat aber einen Haken: Abdeckung bedeutet nicht automatisch Verfügbarkeit. Ob du tatsächlich angeschlossen werden kannst, hängt von deiner genauen Adresse ab. In dicht besiedelten Gebieten wie Zürich, Bern oder Basel ist die Infrastruktur oft schon vorhanden. In ländlichen Gemeinden und Randregionen können noch erhebliche Lücken bestehen.

Wo bestehen noch Lücken?

Die verbleibenden 44% der Haushalte ohne Glasfaseranschluss konzentrieren sich vor allem auf:

  • Ländliche Regionen und Berggebiete (Wallis, Graubünden, Teile des Berner Oberlandes)
  • Kleinere Gemeinden ohne eigene Stadtwerke oder Regionalversorger
  • Ältere Mehrfamilienhäuser, bei denen der Hauseigentümer den Hausanschluss noch nicht freigegeben hat

In diesen Gebieten bleibt vorerst Glasfaser-Koaxial (HFC) oder VDSL über Kupferkabel die realistische Option – mit Geschwindigkeiten, die für die meisten Alltagsanwendungen ausreichen, aber nicht mit reinem Glasfaser mithalten.

89% 5G+: Was steckt dahinter?

Die 89% 5G+-Abdeckung bezieht sich auf den erweiterten 5G-Standard, der höhere Bandbreiten und niedrigere Latenzen als einfaches 5G ermöglicht. Swisscom nutzt dafür primär das 3.5-GHz-Spektrum in Kombination mit bestehenden Frequenzen.

Praktisch bedeutet das: In den meisten Städten und Agglomerationen kannst du mit einem kompatiblen Smartphone bereits heute Downloadgeschwindigkeiten von mehreren hundert Megabit pro Sekunde erreichen. Für ländliche Gebiete gilt auch hier: Die Abdeckungskarte sagt mehr als der Prozentsatz.

Ein weiterer Aspekt: 5G als Festnetzersatz (Fixed Wireless Access) wird für Haushalte ohne Glasfaseranschluss zunehmend interessant. Swisscom und Mitbewerber bieten entsprechende Router-Lösungen an, die mobiles 5G-Netz in WLAN umwandeln.

Was ändert sich für Wechselwillige?

Der Glasfaserausbau verändert die Wettbewerbssituation spürbar. Wo früher Swisscom mit Kupferkabel das einzige Angebot war, haben heute viele Haushalte die Wahl zwischen mehreren Anbietern auf derselben Glasfaserinfrastruktur.

Wann lohnt sich ein Wechsel jetzt?

  • Du hast Glasfaser verfügbar, aber noch einen alten VDSL-Vertrag: Wechsel lohnt sich – du zahlst oft ähnlich viel, bekommst aber deutlich mehr Geschwindigkeit und Stabilität.
  • Dein Vertrag läuft in den nächsten drei Monaten aus: Jetzt Angebote vergleichen, bevor du automatisch verlängerst.
  • Du wohnst in einer Region, die gerade erschlossen wird: Anbieter machen beim Erstausbau häufig attraktive Einführungsangebote.
  • Du zahlst noch Swisscom-Listenpreis ohne Rabatt: Konkurrenz durch Sunrise, Salt und regionale Anbieter hat die Preise in vielen Segmenten gedrückt.

Einen aktuellen Überblick über verfügbare Internet-Angebote in deiner Region findest du direkt im Vergleich.

Wie verändert der Ausbau den Wettbewerb?

Swisscom ist zwar der grösste Glasfaserbauer, aber nicht der einzige. Sunrise und verschiedene Stadtwerke (ewz, IWB, Energie Wasser Bern u.a.) betreiben eigene Glasfasernetze. In Gebieten mit parallelen Infrastrukturen entsteht echter Preiswettbewerb.

Das Modell dahinter: In der Schweiz gilt Open Access auf Glasfasernetzen. Das bedeutet, dass Swisscom sein Netz anderen Anbietern zur Verfügung stellen muss – und umgekehrt. Sunrise kann also in vielen Gebieten Glasfaser-Produkte anbieten, ohne selbst zu graben. Das erhöht die Auswahl für Konsumenten.

Die Kehrseite: Nicht überall ist Open Access vollständig umgesetzt. In einigen Regionen gibt es noch Exklusivzonen oder technische Hürden, die den Wettbewerb einschränken.

Was tun, wenn du noch kein Glasfaser hast?

Wenn deine Adresse noch nicht erschlossen ist, hast du trotzdem Optionen:

  • Kabelanschluss (HFC): Anbieter wie Sunrise bieten über das ehemalige UPC-Netz Geschwindigkeiten bis 1 Gbit/s an – in vielen Gebieten eine gute Alternative.
  • 5G Home Internet: Für Haushalte mit guter 5G-Abdeckung eine zunehmend attraktive Option, besonders in Regionen ohne Kabelausbau.
  • Auf der Warteliste registrieren: Swisscom und lokale Stadtwerke ermöglichen es, sich für den Glasfaserausbau anzumelden – das kann den Ausbau in deiner Gemeinde beschleunigen.

Einen Vergleich aller Anbieter nach Preis und Kundenzufriedenheit findest du auf zufriedenmit.ch – unabhängig und ohne bezahlte Platzierungen.

Fazit

Swisscoms Q1-Zahlen zeigen: Der Glasfaserausbau in der Schweiz macht messbare Fortschritte. 56% Abdeckung ist ein echter Meilenstein, aber mehr als vier von zehn Haushalten warten noch. Für dich als Konsument heisst das: Prüf deine Adresse konkret, vergleich die aktuellen Angebote – und wechsle, wenn sich der Zeitpunkt ergibt. Der Markt ist in Bewegung, und das kommt den Preisen zugute.

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