zufriedenmit.ch
3G-Abschaltung Schweiz: Was du jetzt prüfen und tun musst
Zurück zum Blog
Blog

3G-Abschaltung Schweiz: Was du jetzt prüfen und tun musst

Veröffentlicht: 14. Mai 2026
zufriedenmit.ch Redaktion

3G-Abschaltung Schweiz: Was du jetzt prüfen und tun musst

Seit dem 7. April 2026 ist das 3G-Netz von Swisscom Geschichte. Wer noch Geräte betreibt, die ausschliesslich auf 3G angewiesen sind, steht jetzt vor einem Problem: keine Verbindung mehr. Das betrifft nicht nur ältere Smartphones, sondern auch Alarmanlagen, Router, Medizingeräte und andere vernetzte Geräte. Dieser Ratgeber zeigt dir, welche Geräte konkret betroffen sind, wie du die Kompatibilität prüfst und welche Optionen du jetzt hast.

Warum wurde 3G abgeschaltet?

Das 3G-Netz wurde in der Schweiz seit Jahren kaum noch weiterentwickelt. Der Grossteil des mobilen Datenverkehrs läuft längst über 4G (LTE) und zunehmend über 5G. Die Abschaltung von 3G gibt Swisscom die Möglichkeit, die freigewordenen Frequenzen für modernere Netztechnologien zu nutzen – was letztlich bessere Abdeckung und höhere Geschwindigkeiten für alle bedeutet.

Auch Sunrise und Salt haben ihre 3G-Netze in der Schweiz abgeschaltet beziehungsweise planen dies im gleichen Zeitraum. Die 3G-Ära ist damit in der Schweiz endgültig vorbei.

Welche Geräte sind betroffen?

Nicht jedes ältere Gerät ist automatisch betroffen. Entscheidend ist, ob das Gerät ausschliesslich 3G (UMTS/HSPA) unterstützt oder ob es auch 4G/5G beherrscht.

Smartphones und Tablets

Smartphones, die vor 2013 auf den Markt kamen, unterstützen in vielen Fällen kein 4G. Aber auch einige günstige Einsteigermodelle aus späteren Jahren wurden ohne LTE-Unterstützung verkauft. Typische Betroffene:

  • Smartphones mit Erscheinungsjahr vor 2013
  • Ältere Nokia-, Samsung- oder Sony-Modelle ohne LTE-Kennzeichnung
  • Günstige Prepaid-Handys ohne 4G-Unterstützung

Alarmanlagen und Sicherheitssysteme

Das ist der Bereich, in dem die 3G-Abschaltung am häufigsten übersehen wird. Viele Alarmanlagen, die vor 2018 installiert wurden, nutzen ein eingebautes 3G-Modul für die Kommunikation mit der Alarmzentrale. Ist dieses Modul nicht 4G-fähig, ist die Anlage seit der Abschaltung stumm – sie sendet im Ernstfall keinen Alarm mehr.

Was du tun musst: Kontaktiere deinen Sicherheitsdienstleister oder den Hersteller der Anlage und frage explizit nach dem verbauten Kommunikationsmodul.

Mobile Router und Hotspots

Ältere mobile WLAN-Router (sogenannte MiFi-Geräte), die du vielleicht noch für Reisen oder als Backup-Lösung nutzt, können ebenfalls betroffen sein. Prüfe die technischen Daten des Geräts.

IoT-Geräte und Smart-Home-Systeme

Vernetzte Geräte wie Fernüberwachungskameras, Zähler, Fahrzeugtracker oder industrielle Sensoren nutzen oft ältere Mobilfunkmodule. Wer solche Geräte im Einsatz hat, muss die Spezifikationen prüfen oder beim Hersteller nachfragen.

Medizinische Geräte

Einige ältere Notrufsysteme oder Telemetriegeräte für den Heimgebrauch kommunizieren über 3G. Hier ist besondere Dringlichkeit geboten – prüfe das sofort beim Anbieter oder Arzt.

Checkliste: So prüfst du dein Gerät

Gehe diese Schritte der Reihe nach durch:

  • Schritt 1: Netzstandard prüfen. Schau in den Einstellungen deines Smartphones unter «Mobilfunk» oder «Netzwerk». Siehst du Optionen für 4G oder LTE, ist dein Gerät grundsätzlich kompatibel.
  • Schritt 2: Technische Daten nachschlagen. Suche die genaue Modellbezeichnung deines Geräts und prüfe auf der Herstellerwebsite, welche Netzstandards unterstützt werden. Achte auf Begriffe wie «LTE», «4G», «Band 3», «Band 7» oder «Band 20».
  • Schritt 3: Verbindung testen. Wenn du dir unsicher bist: Ruf jemanden an oder öffne eine Website. Funktioniert es, ist dein Gerät kompatibel. Kein Signal oder dauerhaft «Kein Netz»? Dann ist dein Gerät wahrscheinlich betroffen.
  • Schritt 4: Hersteller oder Anbieter kontaktieren. Für Alarmanlagen, IoT-Geräte oder Spezialgeräte: Ruf direkt beim Hersteller oder Installateur an. Erkläre das Problem und frage nach einem Update oder Austausch des Kommunikationsmoduls.
  • Schritt 5: Bei Swisscom-Kunden. Swisscom hat betroffene Kundinnen und Kunden proaktiv informiert. Hast du eine solche Mitteilung erhalten, handle umgehend.

Deine Optionen: Upgrade, Wechsel oder Weiternutzung

Option 1: Neues Smartphone kaufen

Wenn dein Handy kein 4G unterstützt, ist ein Gerätewechsel die einfachste Lösung. Aktuelle Einsteiger-Smartphones mit 4G-Unterstützung gibt es bereits ab rund CHF 100–150. Du brauchst dafür keine neue SIM-Karte – deine bestehende Karte funktioniert weiterhin, sofern dein Abo 4G unterstützt (was bei praktisch allen aktuellen Schweizer Abos der Fall ist).

Option 2: Kommunikationsmodul austauschen

Bei Alarmanlagen und IoT-Geräten ist oft nicht das gesamte Gerät veraltet, sondern nur das eingebaute Mobilfunkmodul. Ein Techniker kann dieses Modul in vielen Fällen gegen ein 4G-fähiges Modul austauschen. Die Kosten variieren je nach Gerät und Anbieter – rechne mit CHF 100–300 für den Austausch.

Option 3: WLAN als Alternative nutzen

Manche Alarmanlagen und Smart-Home-Geräte können alternativ über WLAN oder eine kabelgebundene Internetverbindung kommunizieren. Prüfe, ob dein Gerät diese Option unterstützt, bevor du es ersetzt.

Option 4: Abo und Gerät gemeinsam wechseln

Wenn du ohnehin mit deinem aktuellen Mobilfunkabo unzufrieden bist, ist jetzt ein guter Zeitpunkt für einen Wechsel. Auf zufriedenmit.ch kannst du aktuelle Schweizer Mobilfunkangebote vergleichen und findest Angebote, die zu deinem Nutzungsverhalten passen.

Häufige Fragen

Kann ich mein altes Handy noch für Anrufe und SMS nutzen?

Nur wenn es 2G (GSM) unterstützt. In der Schweiz ist das 2G-Netz aktuell noch in Betrieb – allerdings ebenfalls mit absehbarem Enddatum. Reine Sprachanrufe und SMS funktionieren über 2G, mobiles Internet nicht. Für einen verlässlichen Alltagsbetrieb ist ein Gerät mit 4G-Unterstützung aber klar empfehlenswert.

Was passiert, wenn meine Alarmanlage kein Signal mehr hat?

Sie funktioniert lokal weiterhin – Sirenen und lokale Melder lösen aus. Aber die Fernbenachrichtigung und die Verbindung zur Alarmzentrale sind unterbrochen. Im Ernstfall wird kein Alarm an den Sicherheitsdienst oder an dein Handy gesendet. Das ist ein ernstes Sicherheitsrisiko, das du umgehend beheben solltest.

Muss ich mein Abo wechseln?

In den meisten Fällen nein. Aktuelle Mobilfunkabos in der Schweiz unterstützen 4G und 5G automatisch. Du brauchst nur ein kompatibles Gerät. Prüfe aber trotzdem dein Abo: Sehr alte Verträge könnten theoretisch noch auf 3G beschränkt sein – ein Blick in die Abo-Details oder ein kurzer Anruf beim Anbieter schafft Klarheit.

Sind auch Sunrise- und Salt-Kunden betroffen?

Ja. Die 3G-Abschaltung betrifft alle drei grossen Schweizer Netzbetreiber. Das Problem liegt beim Gerät, nicht beim Anbieter. Ein Anbieterwechsel löst das Problem nicht, wenn das Gerät selbst kein 4G unterstützt.

Handlungsempfehlung

Die 3G-Abschaltung ist vollzogen. Wer jetzt noch kein 4G-fähiges Gerät hat, sollte nicht länger warten:

  1. Prüfe alle Geräte, die eine SIM-Karte oder ein Mobilfunkmodul enthalten – nicht nur dein Smartphone.
  2. Kontaktiere Hersteller oder Installateur bei Alarmanlagen, Kameras und IoT-Geräten.
  3. Ersetze oder rüste auf, sobald du ein betroffenes Gerät identifiziert hast.
  4. Vergleiche Angebote, wenn du gleichzeitig dein Mobilfunkabo überdenken möchtest – auf zufriedenmit.ch findest du eine unabhängige Übersicht aller aktuellen Schweizer Angebote.

Wer jetzt handelt, vermeidet Sicherheitslücken und stellt sicher, dass alle Geräte zuverlässig verbunden bleiben.

Artikel teilen

Bereit für besseres Internet?

Vergleiche die besten Internet-Provider in deiner Nähe und finde das beste Angebot.

Provider vergleichen

Weitere Artikel

© 2026 zufriedenmit.ch. Alle Rechte vorbehalten.

Angaben ohne Gewähr – Preise und Bewertungen können sich ändern