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Roaming Schweiz 2026: Welche Mobile-Abos sind für die Sommerferien wirklich günstig?
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Roaming Schweiz 2026: Welche Mobile-Abos sind für die Sommerferien wirklich günstig?

Veröffentlicht: 7. Juli 2026
zufriedenmit.ch Redaktion

Roaming Schweiz 2026: Welche Mobile-Abos sind für die Sommerferien wirklich günstig?

Die Sommerferien nahen, und mit ihnen die Frage: Was kostet mich mein Schweizer Abo im Ausland? Die gute Nachricht: Mehrere Anbieter haben ihre Roaming-Tarife in den letzten Monaten gesenkt. Die schlechte: Die Unterschiede zwischen den Anbietern sind nach wie vor erheblich – und wer nicht aufpasst, zahlt für ein paar Gigabyte im Ausland schnell ein Vielfaches des normalen Abopreises. Dieser Vergleich zeigt, was Salt, Sunrise, Swisscom, Yallo und Lebara aktuell bieten und wo sich Sparmöglichkeiten verstecken.

Der Stand der Dinge: Roaming-Preise sinken, aber ungleichmässig

Schweizer Mobilfunkanbieter stehen unter Druck. Einerseits haben EU-Anbieter durch die europäische Roaming-Regulierung ihre Preise stark gesenkt, andererseits wächst der Wettbewerb durch günstige eSIM-Anbieter und lokale Prepaid-Karten. Laut einem Bericht von cash.ch haben mehrere Schweizer Anbieter in den letzten Monaten ihre Roaming-Tarife angepasst – allerdings nicht alle gleichermassen und nicht immer zugunsten der Konsumenten.

Wichtig zu verstehen: Die Schweiz ist kein EU-Mitglied. Das bedeutet, dass die EU-Roaming-Verordnung, die innerhalb der EU «Roam like at home» vorschreibt, für Schweizer Abos nicht gilt. Schweizer Anbieter können ihre Roaming-Preise frei gestalten – und das tun sie.

Salt, Sunrise, Swisscom im Vergleich: Was ist inklusive?

Swisscom

Swisscom bietet in seinen höheren Abo-Kategorien (Inone Mobile M und aufwärts) Roaming-Datenkontingente für die EU inklusive. Je nach Abo sind das zwischen 1 GB und mehrere GB pro Monat zu Inlandkonditionen. Wer darüber hinausgeht, zahlt Zusatzpakete. Ein EU-Datenpaket mit 1 GB kostet bei Swisscom rund CHF 9.– bis CHF 12.–, je nach Abo-Stufe. Telefonie und SMS in die Schweiz sind in vielen Paketen inklusive.

Swisscom ist komfortabel, aber teuer. Für Vielreisende lohnt sich ein Blick auf die Zusatzoptionen – diese sind im Vergleich zu Einzeltarifen günstiger.

Sunrise

Sunrise hat seine Roaming-Pakete zuletzt überarbeitet. EU-Datenpakete sind ab rund CHF 7.– pro GB erhältlich, Kombi-Pakete mit Daten, Anrufen und SMS für die EU ab ca. CHF 15.– pro Woche. In den Premium-Abos (Sunrise Unlimited) ist ein gewisses EU-Roaming-Kontingent direkt enthalten.

Ein Vorteil von Sunrise: Die Abdeckung im EU-Ausland über Partnernetze ist breit, und die App ermöglicht eine einfache Aktivierung von Roaming-Paketen.

Salt

Salt positioniert sich als günstige Alternative und hat in diesem Bereich zuletzt aufgeholt. In den Salt-Abos der mittleren und oberen Kategorie ist EU-Roaming-Daten inklusive – teilweise bis zu mehreren GB. Salt bewirbt aktiv, dass Roaming in über 40 Ländern ohne Aufpreis möglich ist, sofern das entsprechende Abo gewählt wird.

Für Budgetbewusste ist Salt damit eine der attraktivsten Optionen der drei Grossen, sofern das passende Abo gewählt wird.

Yallo und Lebara: Günstig, aber mit Einschränkungen

Yallo

Yallo (ein Sunrise-Tochterunternehmen) richtet sich an preisbewusste Nutzer. Roaming ist hier nicht automatisch inklusive – es muss separat aktiviert und bezahlt werden. Datenpakete für die EU sind günstiger als bei den Grossen, aber die Konditionen sind weniger transparent. Wer mit Yallo ins Ausland reist, sollte die aktuellen Paketpreise vor der Reise genau prüfen.

Lebara

Lebara ist bekannt für günstige Internationaltarife, aber beim EU-Roaming ist das Angebot überschaubar. Datenpakete im Ausland sind verfügbar, aber die Preise pro GB können höher ausfallen als bei den Hauptanbietern. Lebara eignet sich eher für Nutzer, die hauptsächlich in der Schweiz telefonieren und im Ausland nur wenig Daten benötigen.

EU-Zonenpakete vs. Einzelländer-Pakete: Was rechnet sich?

Ein häufiger Fehler: Man kauft ein länderspezifisches Paket für Italien, fährt aber auch kurz nach Frankreich oder Kroatien. Dann gilt das Paket nicht mehr.

EU-Zonenpakete decken in der Regel alle EU/EWR-Länder ab und sind für Reisende, die mehrere Länder besuchen oder sich nicht sicher sind, die bessere Wahl. Sie sind zwar pro GB etwas teurer als Einzelländer-Pakete, bieten aber mehr Flexibilität und schützen vor unerwarteten Kosten.

Einzelländer-Pakete lohnen sich nur, wenn du sicher weisst, dass du ausschliesslich in einem Land bleibst und dort viel Daten verbrauchst.

AnbieterEU-Zonenpaket (ca.)Einzelland-Paket (ca.)Inklusiv-Roaming im Abo
SwisscomCHF 9–12 / 1 GBJa, verfügbarAb Inone M: Ja
SunriseCHF 7–10 / 1 GBJa, verfügbarAb Unlimited: Ja
SaltInklusive (je nach Abo)TeilweiseAb mittlerer Stufe: Ja
YalloSeparat buchbarBegrenztNein
LebaraSeparat buchbarBegrenztNein

Preise basieren auf öffentlich verfügbaren Angaben, Stand Juni 2026. Änderungen vorbehalten.

eSIM-Alternativen: Oft die günstigste Lösung

Wer ein eSIM-fähiges Smartphone besitzt, hat eine sehr attraktive Option: Reise-eSIMs von Anbietern wie Airalo, Holafly oder Maya ermöglichen es, für die Reisedauer eine lokale oder regionale Datenkarte zu kaufen – oft für einen Bruchteil der Schweizer Roaming-Preise.

Beispiel: Ein 10-GB-Datenpaket für Europa über Airalo kostet häufig zwischen CHF 10.– und CHF 20.–, während dasselbe Volumen über einen Schweizer Anbieter leicht CHF 50.– oder mehr kosten kann.

Vorteil: Günstig, flexibel, keine Vertragsbindung.

Nachteil: Du bist unter einer anderen Nummer erreichbar. Anrufe und SMS über deine Schweizer Nummer laufen weiterhin über dein Hauptabo – und können teuer werden, wenn du nicht aufpasst.

Lösung: eSIM für Daten nutzen, Schweizer Abo auf «Daten-Roaming aus» stellen und Anrufe über WhatsApp, Signal oder FaceTime über WLAN oder die eSIM-Daten führen.

Lokale Prepaid-Karten: Aufwand vs. Ersparnis

Eine weitere Option sind lokale Prepaid-SIM-Karten am Reiseziel. In vielen EU-Ländern bekommst du für CHF 10.– bis CHF 20.– ein Paket mit mehreren GB Daten und Inlandsminuten. Der Nachteil: Du bist unter einer fremden Nummer erreichbar, und das Einrichten kann je nach Land aufwändig sein (Identitätsprüfung, lokale Sprache).

Für kurze Ferienaufenthalte von ein bis zwei Wochen lohnt sich dieser Aufwand meist nicht. Für längere Aufenthalte oder Reisende, die häufig ins gleiche Land fahren, kann es sich rechnen.

Praktische Tipps gegen Kostenfallen

  • Daten-Roaming manuell aktivieren: Viele Smartphones laden automatisch Updates oder synchronisieren Fotos, sobald Roaming aktiv ist. Deaktiviere automatische Updates und iCloud/Google-Fotos-Synchronisation im Ausland.
  • WLAN bevorzugen: Hotels, Restaurants und öffentliche Plätze bieten oft kostenloses WLAN. Nutze es für datenintensive Aufgaben.
  • Datenverbrauch überwachen: Sowohl iOS als auch Android zeigen den Roaming-Datenverbrauch in den Einstellungen an. Setze ein Datenlimit.
  • Vor der Reise prüfen: Aktiviere Roaming-Pakete immer vor der Abreise – am Flughafen oder im Zug ist es oft zu spät oder teurer.
  • Anrufe aus dem Ausland in die Schweiz: Diese können auch mit einem Roaming-Paket separat verrechnet werden. Prüfe, ob Anrufe inklusive sind.

Fazit: Wer spart am meisten?

Für die meisten Schweizer Ferienreisenden gilt: Salt bietet aktuell das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bei EU-Roaming, sofern das passende Abo gewählt wird. Sunrise und Swisscom sind komfortabler, aber teurer. Yallo und Lebara eignen sich nur für Nutzer mit sehr geringem Roaming-Bedarf.

Wer wirklich sparen will und ein eSIM-fähiges Gerät hat, kommt an Reise-eSIMs kaum vorbei. Die Ersparnis gegenüber Schweizer Roaming-Paketen kann erheblich sein.

Einen aktuellen Vergleich der Mobile-Abos in der Schweiz findest du auf /mobile. Wenn du deinen Anbieter wechseln möchtest, lohnt sich auch ein Blick auf unseren Vergleich.

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