Play Suisse und Play+: Was sich für Schweizer Streaming-Nutzer ab Herbst 2026 ändert
Die SRG baut ihre digitalen Angebote um. Ab Herbst 2026 verschwinden die bisherigen Plattformen Play Suisse, SRF Play, RTS Play, RSI Play und RTR Play – und werden zu einer einzigen Plattform zusammengeführt: Play. Für Schweizer Haushalte, die regelmässig Service-public-Inhalte konsumieren, ist das eine relevante Änderung.
Was ist Play – und was ersetzt es?
Bisher war das Streaming-Angebot der SRG auf mehrere Plattformen aufgeteilt. Wer Deutschschweizer Inhalte schauen wollte, nutzte SRF Play. Für Westschweizer Produktionen gab es RTS Play, für das Tessin RSI Play, für Romanisch RTR Play. Dazu kam Play Suisse als sprachregionenübergreifende Mediathek mit Schweizer Eigenproduktionen.
Ab Herbst 2026 laufen all diese Angebote unter dem gemeinsamen Dach Play zusammen. Die neue Plattform soll sämtliche Live-Streams, Mediathek-Inhalte und Eigenproduktionen aller SRG-Sender an einem Ort bündeln – auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch.
Was ändert sich konkret für dich als Nutzer?
Einheitliche Suche statt Plattform-Hopping
Bisher musstest du je nach Inhalt zwischen verschiedenen Apps und Websites wechseln. Mit Play gibt es eine einzige Suche über alle Inhalte hinweg. Du findest Sendungen von SRF, RTS, RSI und RTR an einem Ort – ohne zu wissen, welcher Sender dahintersteckt.
Bessere Personalisierung
Die neue Plattform soll Empfehlungen über Sprachgrenzen hinweg ermöglichen. Wer sich ein Profil anlegt, bekommt Inhalte vorgeschlagen, die zu seinen Sehgewohnheiten passen – unabhängig davon, ob die Produktion aus Zürich, Genf oder Lugano stammt.
Gratis und ohne Abo
Play bleibt ein gebührenfinanziertes Angebot. Es ist kostenlos zugänglich und erfordert kein Streaming-Abo. Wer in der Schweiz wohnhaft ist und die Serafe-Abgabe bezahlt, finanziert dieses Angebot bereits mit. Ein zusätzliches Abo wie bei Netflix oder Disney+ ist nicht nötig.
Was mit bestehenden Accounts passiert
Die SRG hat noch keine abschliessenden Angaben dazu gemacht, ob bestehende Play-Suisse-Konten automatisch auf die neue Plattform migriert werden. Nutzer sollten die offizielle Kommunikation der SRG im Lauf des Jahres 2026 im Auge behalten.
Kein kommerzielles Streaming – das ist der Unterschied
Play ist kein Konkurrent zu Netflix, Apple TV+ oder Paramount+. Die Plattform verfolgt einen anderen Auftrag: Sie stellt Schweizer Inhalte, Nachrichten, Dokumentationen und Eigenproduktionen bereit – im Rahmen des öffentlich-rechtlichen Auftrags.
Das bedeutet für dich: Play ergänzt kommerzielle Streaming-Dienste, ersetzt sie aber nicht. Wer internationale Serien oder Blockbuster schauen will, ist weiterhin auf kostenpflichtige Angebote angewiesen.
Was das für deine Abo-Strategie bedeutet
Für viele Haushalte ist das ein guter Moment, die eigene Streaming-Strategie zu überdenken. Wenn Play ab Herbst 2026 alle SRG-Inhalte bündelt und kostenlos zugänglich ist, stellt sich die Frage: Welche kostenpflichtigen Dienste brauchst du wirklich noch?
Besonders relevant ist das für Haushalte, die ein TV-Abo mit integrierten Streaming-Funktionen haben. Viele Schweizer Telco-Anbieter bündeln TV, Internet und Mobile in Kombi-Paketen. Wenn Play als kostenloser Baustein hinzukommt, verändert sich der Wert solcher Bundles.
Einen Überblick über aktuelle TV- und Kombi-Angebote in der Schweiz findest du auf unserer TV-Vergleichsseite sowie unter Kombi-Abos im Vergleich.
Fazit
Die Fusion zu Play ist eine sinnvolle Vereinfachung. Statt fünf separate Plattformen zu pflegen, bündelt die SRG ihr Angebot – das macht den Zugang zu Service-public-Inhalten deutlich unkomplizierter. Für Schweizer Nutzer bedeutet das: weniger Apps, eine einheitliche Suche und ein breiteres Inhalteangebot ohne zusätzliche Kosten.
Den genauen Starttermin und weitere Details zur Migration hat die SRG für die zweite Jahreshälfte 2026 angekündigt. Wer auf dem Laufenden bleiben will, findet aktuelle Informationen direkt bei der SRG SSR.


